Da habe ich mich ja letztens schon gefragt “Jung, wo nimmst Du eigentlich das Sidecar herr, wenn der Nachwuchs da ist ?”. Und schwupps war man auch in der Situation. Dicker Bauch und keine Seifenkiste in Sicht. Mal davon ab, daß man nen Arm und nen Bein für son Sidecar bezahlt, wenn man denn eins auftreiben kann. Aber was ist eigentlch, hat man son Ding montiert mit dem Junior … oder der Juniorette ? Ich meine … der Seitenwagen wird ja bekanntlich auf der rechten Seite installiert. Da sind dann aber auch Rüssel und Schnorchel montiert. Unsportlich. Also ich find das nicht gut, wenn meine Kleene ständig nen nasses, vom Benzinblowback getränktes Ohr hat und zudem seit Wochen schlecht hört, weil der Enddämpfer mal wieder undicht ist und wir zusammen in’ Biergarten gefahren sind. Nee. Das ist es doch nicht, oder ?
Letzte Woche hat mir der Poppa neue Silentblocks von der Insel mitgebracht. Günstisch, günstisch … sag ich mal, Inselkurse eben.
Ja, das ist er. Der ungekrönte Star am Fuß des Scooteristen. Der adidas Samba. Die Frage, die ich mir schon oft gestellt ist: warum erfreut er sich immer noch einer solechen Beliebtheit und wo sind die Wurzeln dieses Scooterboy-Boliden ?
In den 90ern noch zählte der adidas Samba als echter Insider unter den Scooteristen. Man könnte sagen, ein echter Independent-Schuh. Mir fiel er das erste Mal ins Auge und mir war damals auch sofort klar: so eine Sohle muß man haben. Damals trugen ihn nur ganz eingefleischte Scooteristen und da wollte man selbstverständlich dazu gehören ! – Im nächstbesten Schuhgeschäft wurde ich dann natürlich erst mal über die Vorzüge dieser Hartplatzkickerinstitution hingewiesen: “adidas Samba ? Führen wir nicht mehr, der hat ein zu schlechtes Fußbett.” — Hm. Was tun ? Wie ran an die Sohle ? Also ein Altschülerschuhgeschäft aufgesucht, in dem zum Classic Sortiment Birkenstock, Rodenstock, Mephisto und eben adidas Pötten und Hallenschuhe in manigfaltigster Menge angeboten wurden und das Schuhangebot schon jahrelang gegen jegliche modische Wechselschwankung resistent war. Kurz: im Schuhladen ein Dorf weiter.