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dtc-downtown-custom.gifLambretta Dealer Feature

1956 in Leeds geboren, kaufte Macca 1971 seinen ersten Roller: eine SX200. Sein Interesse im Customsing wurde während eines Bank Holiday Runs in Scarborough in den frühen 70ern geweckt. Zu der Zeit waren die Lackierungen noch sehr einfach, aber Chrome & Plating (Gravuren) waren extrem populär. 1973 war Macca einer der Gründer des Leeds Central S.C. – Ein kleiner Club von nur 8 Leuten (natürlich alle auf Lambretta), die sich zum Ziel gemacht hatten, die besten Kisten auf die Straße zu bringen. Zu der Zeit kaufte sich Macca seine erste GP200 (Superfly), die nach und nach weiter entwickelt und verbessert wurde. Am Anfang war der Roller noch gelb, dann kamen braune Pin Stripes dazu. Später kamen noch weitere Verfeinerungen und handgemalte Murals dazu.

Maschinenseitig war ein Stage 4 Zylinder von Arthur Francis verbaut, der mit einemmacca-dtc-superfly.jpg 28mm Amal Vergaser beatmet wurde. Ein Clubman und ein Royspeed 5-Gang Getriebe rundeten das Tuning ab. Für heutige Verhältnisse natürlich nichts spektakuläres, wobei heute ja solch altschülrige Kisten wieder trendy sind. Für die 70er Jahre allerdings, war dieser Roller seiner Zeit weit voraus, bedenkt man, dass Murals und Metalflake noch nie auf irgendwelchen Rollern gesehen wurden (Rechts zu sehen ‘Superfly’, die damals ein echter “Head-Turner” war).

Macca beschäftigte sich viel mit Grafik-Design und Lackieren und machte sich schliesslich selbstständig. Nebenbei war er aktiver Fahrer seines Clubs und nahm an Roller Rennen in den Klassen Gruppe 4 und 5 teil. Er hatte ein privates Sponsoring und auch der gesamte Club wurde von Ray Kemp von AF Rayspeed gesponsort. Sein Racer wurde damals bereits ein Mal in Scootering Magazine gefeatured.

dtc-lambretta1.jpg1979 gründete Macca mit seinem Partner Dave Barnett, einem weiteren Leeds Central S.C. Mitglied, Downtown Custom (D.T.C.). Die ersten Kisten wurden noch in der Haus-eigenen Garage gesprüht, bis sie schliesslich in eine professionellere Bleibe umzogen. 1982 übernahm Macca Downtown Custom komplett und zahlte Dave aus. Die Firma wurde zu der Institution in Sachen Customising im Norden Englands und sie holten hunderte von Pokalen auf diversen Customshows. Unter den bekannten Rollern gehörten Revenge, Sign of the Snake, Vespasian, Goody Two Shoes, French Connection, Quadrophenia II, Italian Stallion, Street Fighter etc. Die meisten wurden in früheren Ausgaben der Mania gefeatureddtc-lambretta.jpg.

Neben seinen Arbeiten sprühte er auch etliche Roller wie beispielsweise alle Specials für Armandos Scooters, ein paar Kisten für MSC und diverse Lambretta Dealer Specials für AF Rayspeed. Nach 5 Jahren wurde die Firma – vermutlich – aus gesundheitlichen Gründen geschlossen. Heute führt Macca nur noch gelegentlich ein paar private Aufträge durch.

Quelle: Brendan MacNally
(abgebildet – D.T.C. No.13 aus Scooter Scene)

Neben der wohl bereits bekannten Seite vom Blue and Gold S.C., der im DTC Corner einige bekannte Customs abgebildet hat, hier ein paar Bilder von einer originalen D.T.C., die Poppa – vermutlich bei einem seiner Club-Kumpels “somewhere in the shed” – in London geschossen hat.

5 Responses to "Downtown Custom – D.T.C."

  1. Fein ausgearbeitet bzw. übersetzt und geschrieben.
    Im Grunde sind die DTC Kisten doch das, woran viele denken beim Stichwort motorsporchtlicher Lambrettas.
    Und nicht ohne Grund ist das klassische Design inmitten des 50-Jahre-Geburtstagsposter groß eingelassen.
    Schlichtweg enormes Styling, das seinesgleichen sucht.

    Wirklich, ich ziehe den Hut vor den Jungs.
    Nach der Fertigstellung meines Beinschildes und des Kotflügels bleibe ich dabei, dass es diese Lackur in sich hat, wie keine zweite bisher.
    Dieses vermeindlich einfache Streifendesign lockt Dir das Letze aus dern verkümmerten Gerhirnwindungen raus, um eine ruhige Hand zu behalten und die Konzentration, um stundenlanges Vermessen und Abkleben zu ertragen.
    Die Hauben werden optisch bekanntlich sehr ähnlich, jedoch sind sie vom Loop voneinander getrennt, sodass die milimetergenaue Abklebearbeit wenigstens minimal großzügiger ausfallen darf.

    Es bleibt mir ein Rätsel, was sich Ray und DTC beim Design der AF team Kisten gedacht haben. Zwei handvoll derartiger gleicher Lackierungen auf Rennmösen, die sich jede Sekunde hermaulen können und danach erneut so zeiaufwendig lackiert werden müssen?!

    Grandios.

    Schöne Seite, um es nochmals zu sagen. Und dass die Bilder von Popo sind, zeigt Foto 8 von 9. Er rennt also auch im tagtäglichen Leben mit diesen widerlichen Schuhen rum – man fasst es nicht! Eine eklige Type ist das.

    M

  2. Endlich was neues und dann gleich was so feines!
    Und Em, bin gespannt. Wird das mit dem Eumel was bis Antwerpen?

  3. Antwerpen ist das Ziel. Reuse funkt und steht optisch ganz gut im Saft. Allerdings fehlt die Lackur der Hauben noch gänzlich. Sollte die Vorarbeiten eventuelll schleunigst ausquellen, um im Plan bleiben zu können. Glaube ja im Innersten, dass Dieta die Handtelefonfotografien schon über Euren Verditscher geschoben – oder zumindest zielgerichtet weitergeleitet hat der Hundling…

  4. Ich hab’ nix weiter gegeben ! Ischschwöör !

  5. Also ich hab da noch nix von gesehen.
    Wie gesagt, bin gespannt

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